top of page
Search

🟫3-Laut Bodengutachten sind zusätzliche Leistungen erforderlich – Erläuterung notwendig

  • Writer: Internationale Architektur
    Internationale Architektur
  • Dec 19, 2025
  • 2 min read

Updated: Dec 22, 2025




Laut Bodengutachten wird zum Beispiel eine der Wasserbeanspruchungen festgestellt, nämlich: W2.1/2.2‑E = Grundwasser bis Geländeoberfläche / Aufstauendes Sickerwasser, dauerhaft drückend.

Die vier Beanspruchungen gemäß DIN 18533 sind:

  • W1‑E = Bodenfeuchte, nicht drückendes Wasser

  • W2.1‑E = Grundwasser bis Geländeoberfläche

  • W2.2‑E = Aufstauendes Sickerwasser, dauerhaft drückend

  • W3‑E = Nicht drückendes Wasser auf horizontalen Flächen

  • W4‑E = Spritzwasser und Bodenfeuchte im Sockelbereich

Die aktuelle Situation entspricht der Beanspruchung W2.1/2.2‑E, d. h. der Grundwasserspiegel reicht bis zur Geländeoberfläche bzw. es liegt dauerhaft aufstauendes Sickerwasser vor.

Ziel ist es, diese Beanspruchung auf W1.1/1.2‑E (Bodenfeuchte, nicht drückendes Wasser) zu reduzieren. Dazu sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Einbau geeigneter Auffüllmaterialien mit guten Durchlässigkeitseigenschaften.

  • Herstellung einer Auffüllung mit ausreichender Höhe, sodass ein Sicherheitsabstand von ca. 50 cm zwischen der Abdichtung bzw. der Oberkante der Bodenplatte und dem höchsten Grundwasserstand bzw. der höchsten Geländeoberfläche gewährleistet ist.

  • Falls nach der Auffüllung die Wasserbeanspruchung weiterhin der Klasse W1.2‑E entspricht, ist gemäß Bodengutachten die Installation einer umlaufenden Drainage erforderlich. Dies muss im Bericht ausdrücklich erwähnt werden.

    Nach Erstellung eines speziellen Entwässerungsplans und dessen ingenieurtechnischer Genehmigung erfolgt die Abstimmung mit der zuständigen Gemeinde, um das System entweder an das öffentliche Regenwassernetz anzuschließen oder eine Versickerungseinheit im Erdreich zu errichten.

  • Dieser Service tritt während der Ausführungsphasen auf. Es ist erforderlich, darauf hinzuweisen, ihn zu identifizieren und die zusätzlichen Verpflichtungen zu erkennen, die sich daraus ergeben können.


Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18533 und deren Behandlung


W1-E (Oberflächenfeuchtigkeit oder nicht drückendes Wasser an erdberührten Außenflächen)


  • Beschreibung: Regenwasser oder Oberflächenfeuchtigkeit, die ohne Druck auf die Fassade oder Bodenplatte einwirkt.

  • Maßnahmen:

    • Konventionelle Abdichtung mit Bitumenbahnen oder Flüssigkunststoff.

    • Zusätzliche mechanische Schutzschicht gegen Beschädigungen.

  • Logik: Ziel ist die Vermeidung von Feuchtigkeitseintritt; keine Dränung oder besondere Verfüllung erforderlich.

W2-E (Nicht drückendes Wasser an erdberührten Bauteilen)


  • Beschreibung: Feuchte Erde oder zeitweise anstehendes Wasser im Bereich der Fundamente.

  • Maßnahmen:

    • Abdichtung mit KMB (kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung) oder Bahnen.

    • Schutzschicht durch mindestens 50 cm Verfüllung zur gleichmäßigen Feuchtigkeitsverteilung und Abdichtungsschutz.

    • Einbau eines Dränungssystems bei Bedarf.

  • Logik: Die 50 cm Verfüllung ist ein technischer Bestandteil des Schutzsystems und nicht nur eine Auffüllung.


W3-E (Mäßig drückendes Wasser – z. B. zeitweise aufstauendes Sickerwasser)


  • Beschreibung: Wasser, das sich zeitweise ansammelt und Druck auf die Außenwand ausübt.

  • Maßnahmen:

    • Verstärkte Abdichtung mit mehrlagigen Bahnen oder speziellen Systemen.

    • Umlaufendes Dränungssystem mit Kontrollschacht zur Wasserableitung.

    • Gezielte Verfüllung zum Schutz der Abdichtung.

  • Logik: Abdichtung allein reicht nicht aus; ein dauerhaftes Dränungssystem ist erforderlich, um den Druck zu mindern.

W4-E (Stark drückendes Wasser – dauerhaftes Grundwasser oder hydraulischer Druck)

  • Beschreibung: Ständiger Wasserdruck auf die Außenwand oder Bodenplatte (z. B. Grundwasser).

  • Maßnahmen:

    • Spezielle Bauweise mit wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton – „Weiße Wanne“).

    • Alternativ mehrlagige hochbeständige Abdichtungssysteme.

    • Auftriebssicherung zur Stabilisierung des Bauwerks.


  • Logik: Dies ist die kritischste Situation; konventionelle Abdichtung oder Verfüllung sind nicht ausreichend, es sind spezielle konstruktive Lösungen notwendig



Wichtiger Hinweis: Diese Texte dienen ausschließlich der allgemeinen Erläuterung und stellen keine offiziellen oder rechtlich verbindlichen Gutachten dar. Es können Fehler oder Unvollständigkeiten enthalten sein, daher dürfen sie nicht als verbindliche Grundlage verwendet werden.

 
 
 

Comments


Phone

004915750965943

Folgen Sie mir

  • Whatsapp
  • Blogger
  • GitHub
  • Linkedin
  • Facebook
  • TikTok

© 2025 von Samer Abbas, Architekt in Kiel, Deutschland. Bereitgestellt und gesichert durch Wix.

bottom of page